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Stand: 25.08.2010

Deutsch-Französische Gesellschaft in Potsdam e.V.

 

Korsika-3 Kopie

 

Ile de Beauté –

 

Korsika geheimnisvolle Insel voll Geschichte und Mythen

 

Studienfahrt der DFG Potsdam vom 25.4. bis 2.5.2009

 

25.4.2009

Wir fliegen mit Germanwings ab Schönefeld direkt nach Bastia. (Abflug: 17.20; Ankunft 19.05 Uhr) Pro Person kann ein Gepäckstück aufgegeben werden, jedes weitere kostet extra. Am Flughafen von Bastia erwartet uns ein Bus der Firma Corsicar, der uns zu unserem Hotel Best Western in Bastia bringen wird. Dort sind drei Übernachtungen für uns gebucht.

26.4.2008

Auf jener Höhenstraße, die Napoleon III. hat errichten lassen, umfahren wir heute das Cap Corse, den nördlichen Teil der Insel. In kleinen Fischerdörfern wie Erbalunga, Macinaggio und anderen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Von Barcaggio, dem nördlichsten Ort, den wir auf unserer Rundreise erreichen, haben wir einen Blick auf die Ǐle de la Giraglia, eines der vielen kleinen Eilande, von denen Korsika umgeben ist.

Nach einer kleinen Mittagspause haben wir bei Gelegenheit eine andere, weit bekanntere Insel zu sehen, wenn wir nach einer kleinen Wanderung (1 Stunde) den Tour de Sénèque erreichen. Bei klarem Wetter sind sowohl Elba als auch die italienische Küste sichtbar.

Dem Zauber des Städtchens Saint-Florent kann sich wohl niemand entziehen. Vielleicht gelingt es uns, den berühmten Rappu zu verkosten, jene sehr alte Spezialität aus unterschiedlichen Trauben vom Cap Corse, die das Weingut Gentile als eines der letzten produziert.

27.4.2009

Die belebte Hauptstadt des Departements Haute-Corse, Bastia, hat ihren mediterranen Charakter bewahrt, obwohl sie zur Wirtschaftsmetropole der Insel avanciert ist. Während

unseres Stadtrundgangs besichtigen wir die Église Saint-Jean-Baptiste. Die größte Kirche
Korsikas, mit deren Bau 1636 begonnen wurde, ist mit ihrer reichen Ausgestaltung ein
Beispiel für die besondere Ausprägung des Barockstils, den dieser in der Stadt erfuhr. Der
Alte Hafen, zugleich Fischerei- und Jachthafen, lädt zum Schauen, Träumen, zum Kaufen
und Verkosten ein. Und so bleibt am Nachmittag genau dafür Zeit und Möglichkeit.

28.4.2009

Auf dem Weg nach Ajaccio geht es am "Dach Korsikas", dem Monte Cinto (2706 m), vorbei. In Corte, der ehemaligen Hauptstadt der Insel, flanieren wir durch die Gassen der Altstadt, besuchen das Musée de la Corse, das auf moderne Art einen interessanten Überblick über die Entwicklung der Insel im 20.Jahrhundert gewährt, und wir besichtigen die hoch über der Stadt gelegene Zitadelle, den einzigen Festungsbau im Innern Korsikas. Auf der letzten Etappe in Richtung Ajaccio kann man an der Cascade du Voile de la Mariée nicht vorbeifahren. Von Fels zu Fels stürzt das Wasser aus mehr als 150 Höhe herab. Spätnachmittags erreichen wir Ajaccio. Aus der bereits zu römischen Zeiten existierenden Siedlung entwickelte sich im 17.Jahrhundert eine blühende genuesische Stadt. Im Hotel Imperial werden wir vier Nächte verbringen.

29.4.2009

Der Vormittag dient zunächst dem Bummel über den regionalen Markt, der täglich auf dem Square César-Campinchi ein Magnet für Einheimische und Touristen ist. Mit der Besichtigung des Maison Bonaparte und des Musée napoléonien erweisen wir dann dem

bekanntesten Sohn Ajaccios und der Insel unsere Reverenz. Der nachmittägliche Spaziergang führt uns durch die Altstadt zu der 1582 im Stil der Renaissance errichteten Kathedrale und zur Zitadelle, von wo aus wir einen imposanten Blick auf den Golf von Ajaccio, den Fischerei- und den Jachthafen haben.

30.4.2009

Entlang der Westküste gelangen wir zu dem sehr beliebten kleinen Seebad Porto. Dem Lauf des gleichnamigen kleinen Flüßchens bis zu dessen Mündung folgend, passieren wir einen mehr als hundertjährigen Eukalyptuswald, um nach einem kleinen Spaziergang vom genuesischen Wachturm aus einen herrlichen Blick über den Golf von Porto zu bekommen. Nach der Mittagspause führt uns eine Wanderung (1 Stunde) durch die Calanche de Piana, deren bizarre Felsformationen zu den spektakulärsten Sehenswürdigkeiten der korsischen Natur gehören, bis zum Château fort, einem imposanten Granitblock, dessen Silhouette an einen Wehrturm erinnert.

1.5.2009

Es ist die einmalige Lage, durch die Bonifacio, die südlichste Stadt der Insel, den Besucher beeindruckt. Auf einem schmalen Felsvorsprung aus Kalkstein erhebt sich, gänzlich von Mauern eingeschlossen, die Altstadt. Ein Bummel durch deren enge Gassen führt uns vorbei am Monument de la Légion Étrangere zum Viertel Le Bosco, wo wir von der Esplanade Saint-François aus über Altstadt und Klippen hinweg am Horizont Sardinien erkennen können.

Die Schönheiten jener grandiosen Felsformationen, die Hafen und Stadt umgeben, werden sich bei unserer nachmittäglichen Bootsfahrt jedem unvergesslich einprägen.

Ein kurzer Aufenthalt in Sartène vermittelt uns einen kleinen Eindruck von der nach P. Mérimée „korsischsten Stadt Korsikas". Das Viertel Santa Anna mit seinem Labyrinth aus dunklen Gassen und überwölbten Gängen demonstriert noch heute mittelalterliche Wehrhaftigkeit, während die Église Sainte-Anne und das Palais der genuesischen Gouverneure Zeugnis von der wechselvollen Geschichte von Stadt und Insel ablegen.

2.5.2009

Bei unserer Fahrt in Richtung Bastia bieten sich immer neue überwältigende Blicke auf die zerklüfteten Felsnadeln von Bavella. Nach einer Pause auf dem Col de Bavella gelangen wir zu den Cascades de Polischellu, deren ersten Wasserfall wir nach kurzem Spaziergang erreichen. Den Abschluß unseres Besichtigungsprogramms bildet ein Besuch in Aleria, wo sorgfältige Ausgrabungen den griechischen Flottenstützpunkt aus dem 6.Jahrhundert v. Chr. freigelegt haben.

Mit Germanwings fliegen wir 20.05 ab Bastia und landen planmäßig 22.05 in Schönefeld.

 

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